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| Kriegsmarine - Kanal 1944 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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S-Boote in der Kriegsmarine 1935 - 1945 Die Kriegschauplätze der S-Boote
Englischer Kanal 1944 Da die brit. Sicherungsfahrzeuge nicht nur an Zahl sondern auch an Erfahrung zunahmen und eine Voraussetzung - die Aufklärung aus der Luft - nicht gegeben war, musste sich der FdS (FKpt. Petersen) fast ausschließlich auf die Funkaufklärung verlassen, um seine Boote einzusetzen. Im Westen griffen die 2., 4., 5., 6., 8. und 9. SFltl mit insgesamt 46 einsatzbereiten Booten die britischen Geleite an der Süd- und Südostküste Englands von den Einsatzhäfen Ijmuiden, Rotterdam und Cherbourg aus an.
In der ersten Januarwoche hielt schlechtes Wetter die Boote in den Häfen fest. In der Nacht 05./06.01.1944 fuhr die 5. SFltl einen Torpedoangriff auf ein gemeldetes Geleit. S 100 schoss auf einen Dampfer von geschätzt 3000 BRT und beobachtete eine Detonation, S 143 versenkte ein Trossschiff von 3000 BRT, S 142 versenkte einen Frachter von 2000 BRT, S 138 versenkte den Trawler "Wallasea". S 141 meldete die Versenkung eines Frachters von 1500 BRT und eines Tankers von 3000 BRT. Es handelte sich um den britischen Frachter "Underwood" (1990 BRT). Insgesamt wurden 23 Torpedos verschossen, von denen die meisten fehlgingen. Außer der "Underwood" wurden versenkt: Von S 143 das brit. Motorschiff "Polperro" (403 BRT) und von S 136/S 84 der schwed. Frachter "Solstad" (1408 BRT). Am 20./21. 01.1944 erfolgte nach langer Schlechtwetterperiode der erste Einsatz der in Holland stationierten Flottillen. Geplant war ein koordinierter Minen- und Torpedoeinsatz. Während die aus Rotterdam operierende 4. und 9. SFltl planmäßig ihre Minen werfen konnten, brachen die aus Ijmuiden kommenden drei Flottillen ihren Einsatz wegen Nebels ab. Einige im Januar trotz schlechten Wetters gefahrenen Einsätze waren ohne große Ergebnisse. Am 20.01.1944 wurden die zurückkehrenden Boote von Beaufightern angegriffen, auf S 142 gab es dabei einen Leichtverletzten. In der Nacht 30./31.01.1944 versenkte S 142 den britischen Trawler "Pine" und den Fischdampfer "Emerald" (806 BRT). Anfang Februar verlegte die 9. SFltl von Vlissingen nach Dünkirchen, wo sie am 13.02.1944 eintraf, um von dort gemeinsam mit der 5. SFltl zu operieren . Am 04.02.1944 befahl die Skl die Verlegung einer S-Fltl in den Finnenbusen. Die 6. SFltl konnte aber wegen des schlechten Wetters erst am 06.02.1944 auslaufen und erreichten am Abend darauf Kiel. S 128 und S 135 blieben in Rotterdam, wo sie 40 mm-Kanonen erhielten.
Das neue 40-mm-Geschütz - Foto: PK-Aufnahme Wegen des Wetters und der hellen Mondnächte erfolgten weitere Einsätze erst Mitte Februar 1944. Trotz der starken gegnerischen Abwehr sah der FdS an der englischen Ostküste immer noch die besseren Chancen auf Erfolge. Wegen einer möglichen Landung der Alliierten auf der Iberischen Halbinsel hatte er die Häfen Bordeaux, Arcachon, Bayonne und Saint-Jean-de-Luz als mögliche Stützpunkte vorbereiten lassen. Eine Verlegung dorthin kam aber nie zustande. Es verblieben die 2. und 8. SFltl in Ijmuiden und die 4. SFltl in Rotterdam. Da die 4. SFltl aber auf die neuen Auflademotoren umgerüstet wurde, standen insgesamt nur 12 einsatzfähige Boote zur Verfügung. Am 12./13.02.1944 warfen die 12 Boote Minen auf den nördlichen britischen Geleitwegen, dabei konnten S 99 und S 65 von der 8. SFltl den britischen Trawler "Cap D'Antifer" versenken. Am 14./15.02.1944 wurde der Mineneinsatz wiederholt, diesmal nur von der 2. SFltl. Die 8. SFltl sollte als Kampfgruppe das Gefecht mit den MGBs suchen mit dem Ziel, eins der Boote einzubringen, um Material zu erbeuten, das Aufschluss über britischen Geleitwege geben könne. Erst kurz vor Ijmuiden stießen die heimkehrenden Boote der 2. SFltl auf drei sich dort in Position gelegte MTB-Gruppen. Die von Vorpostenbooten geschossenen Leuchtgranaten gaben den deutschen Booten zwar Vorteile im Feuergefecht, die MGBs konnten aber trotz vieler hingenommener Treffer entkommen. S 89 als Führerboot wurde so stark beschädigt, dass es eingeschleppt werden musste, es gab einen Schwerverletzten; S 98 war auch aKB, hier fiel ein Mann. Auch die 8. SFltl stieß auf eine MGB-Gruppe, konnte viele Treffer landen aber kein Boot einbringen. S 99 und S 133 wurden ebenfalls beschädigt, auf S 133 fiel ein Mann. Am
22.02.1944 in einem Gefecht mit einem brit. Zerstörer kollidierten S 128
und S 94. Beide Boote mussten aufgegeben werden, die Besatzung stieg auf
andere Boote um. In der Nacht 24./25.02.1944 versenkte die 8. SFltl den
britischen Frachter "Philipp M." (2085 BRT). Schlechte Sicht verhinderte im Westen in fast allen Einsätzen ein Entdecken der Geleitzüge. Sturm hielt die Boote tagelang in den Häfen fest. Am 11.03.1944 verlegten die 5. und 9. SFltl mit 11 Booten nach Brest. Die von hier aus gefahrenen Stichansätze gingen wegen mangelnder Luftaufklärung ins Leere. Auf dem Rückmarsch von so einem ergebnislosen Ansatz am 20.03.1944 kollidierten S 148 und S 84 sowie kurz darauf S 143 und S 139. Ein weiterer Einsatz der 5. und 9. SFltl am 22.03.1944 wurde wegen Sichtverschlechterung abgebrochen. In
Holland war die Lage noch schlechter. Schlechte
Sicht und Sturm behinderten bis Ende März alle Einsätze. In der Nacht
23./24.03.1944 waren die 2. SFltl von Ijmuiden mit 6, die 4. SFltl
von Hoek van Holland mit drei, und die 8. SFltl mit sieben Booten
von Ijmuiden ausgelaufen, um gegen ein Südgeleit zu operieren. Schlechte
Sicht zwang zur Umkehr. Dabei kollidierten S 65 und S 85 von der 8. SFltl.
Erst in der Nacht 25./26.03.1944 waren die Boote wieder auf Feindfahrt.
Ebenso wie in vier weiteren Einsätzen wurden die Boote aber frühzeitig
durch Zerstörer abgedrängt oder sie bekamen die Geleitzüge nicht in
Sicht. Die Alliierten ergriffen nun mehr und mehr die Offensive. Insgesamt 385 Marauders (B 26) der USAF griffen am 26.03.1944 in mehreren Wellen den Stützpunkt Ijmuiden an, ohne die S-Boots- und Minenbunker zu durchschlagen, aber die Neubaubunker und die Versorgungshallen nahmen erhebliche Schäden. S 93 und S 129, die beide außerhalb der Bunker lagen, wurden versenkt. Vor der Bunkereinfahrt sank ebenfalls eine Schute, so dass Ein- und Auslaufen für längere Zeit nur bei Hochwasser erfolgen konnte. In der ersten Aprilwoche war kein S-Boots-Wetter, d.h. die Boote blieben in den Häfen. Am 11.04. trafen S 168 (Oblt.z.S. Dau), S 173 (ObStrm. Pape) und S 177 (Lt.z.S. Boseniuk) als Verstärkung der 9., 4. und 2. SFltl ein. Am 12.04.1944 fuhr die 5. SFltl einen ergebnislosen Einsatz bei Portland Bill. Am 13.04.1944 sollten die 4. und 8. SFltl Minen bei Smith's Knoll werfen, mussten aber wegen schlechter Sicht umkehren. In
der Nacht 18./19.04.1944 Die nächsten Nächte brachten keine Ergebnisse, die Minen- und Torpedoeinsätze mussten wegen des Wetters verschoben bzw. abgebrochen werden. Am 22.04.1944 in einem Gefecht mit brit. Bewachern, erlitt S 167 von der 5. SFltl einen Treffer. Es gab einen Schwer- und zwei Leichtverletzte. Bei einem Stichansatz der 5. SFltl auf einen Konvoi gelang S 100 (ObStrm. Borkenhagen) die Versenkung des niederländischen Marineschleppers "Roode Zee". Die Boote wurden mehrfach von Bewachern beschossen und auf S 138 und S 136 gab es einen Schwer- und zwei Leichtverletzte. Die 9. SFltl lieferte sich ein Gefecht mit Bewachern, auf S 145 gab es durch einen 40-mm-Treffer einen Schwer- und zwei Leichtverletzte. Auf dem Rückmarsch wurden sie aus der Luft mit Bomben angegriffen ohne Schaden zu nehmen.
Die Gruppe West wies den FdS an, Aufklärung im Kanal wegen einer bevorstehenden Landung durchzuführen. Dabei ging S 147 (Lt.z.S. Theenhausen) am 26.04.1944 durch Artillerietreffer verloren. Es gab 13 Gefallene und drei Verwundete, ein Mann geriet in Gefangenschaft. Am 27.04.1944 griffen die 5. und die 9. SFltl einen gesicherten amerikanischen Verband an, aus dem heraus LST 507, LST 531versenkt wurden. Das ebenfalls getroffene LST 289 konnte mit eigener Kraft den Hafen erreichen. Es fielen 197 amerikanischen Seeleute und 441 GIs. Durch die 5. SFltl wurde ein Zerstörer getroffen und ein Dampfer von 1500 BRT versenkt. In der Nacht 12./13.05.1944 ging S 141 in einem Gefecht mit britischen Bewachern verloren. Es gab sechs Überlebende und 20 Gefallene, darunter Lt.z.S. Klaus Dönitz, der älteste Sohn des O.B.d.M.. In der Folgezeit wurden verschiedene Mineneinsätze gefahren, die zum Teil wegen schlechten Wetters oder wegen Feindberührungen abgebrochen wurden. In der Nacht zum 20.05.1944 wurde S 87 (Oblt.z.S. Rathenow) durch einen Angriff von britischen Swordfish-Flugzeugen stark beschädigt und konnte nicht gehalten werden. Es gab drei Gefallene und neun Verletzte, ein Mann blieb vermisst. In der Nacht 23./ 24.05.1944 wurde S 100 auf dem Rückmarsch von einem Einsatz durch Bomben beschädigt. Ein Seemann wurde schwer verletzt. Ende
Mai lagen die 5. und die 9. SFltl in Cherbourg, die 4. SFltl in Boulogne,
die 2. SFltl in Ostende, die 8. SFltl war zur Umrüstung auf neue Motoren
zurückverlegt worden. Am 03.061944 warfen 543 viermotorige Bomber unter dem Schutz von 447 Jäger 1580 ts Bomben auf deutsche Küstenbatterien, Stützpunkte und Hafenanlagen im Pas de Calais. In den Häfen von Boulogne und Calais entstanden schwere Schäden. Die S-Boote lagen geschützt in ihren Bunkern. Durch ein getroffenes Bunkertor waren S 172 und S 174 eine zeitlang blockiert. Am
05.06.1944 erfolgte die alliierte Landung in der Normandie. Am 02.06.
hatten dazu die ersten Schiffe der Invasionsflotte ihre weiter entfernt
liegenden englischen Häfen
verlassen. Schweres Wetter sorgte dafür, dass ausgelaufene Verbände
umgedreht oder aufgestoppt wurden, aber am 05.06.1944 um 04.15 Uhr nachdem
eine Wetterbesserung in Sicht war, gab General Eisenhower sein endgültiges
„O.K., we’ll go!“ Über
4.000 Landungsfahrzeuge mit Soldaten und Gerät von fünf
Infanteriedivisionen, gesichert durch über 900 Kriegsschiffe, darunter
sechs Schlachtschiffe, 23 Kreuzer und 100 Zerstörer marschierten auf die
französische Küste zu . Mehr als 200 Minensucher räumten acht Fahrstraßen
durch den deutschen Minengürtel. Die Coastal Forces sicherten die Flanken
und legten Minen vor Cherbourg und Le Havre. Sowohl das OK West als auch
die Marinegruppenleitung West (Adm Krancke) hatten für die
Wetterberuhigung keine Vorhersage erhalten und hielten die Aktivitäten im
Kanal für eine Scheinlandung, um von einer Landung an einem anderen Ort
abzulenken. Daher wurden auf Anweisung der Gruppe West noch Minen von Le Havre bis zur Scheldemündung vor für eine Landung geeignete Strände geworfen. Die S-Boote lagen in Cherbourg (5. und 9. SFltl), in Boulogne (4. SFltl), in Ostende (2. SFltl) und in Ijmuiden (8. SFltl). Die Boote der 5. und 9. SFltl erhielten am 06.06.1944 um 03.00 Uhr den Befehl, von Cherbourg aus nach Nordwesten und Nordosten gegen den Gegner vorzustoßen, sie brachen jedoch in der Morgendämmerung den Einsatz ab, ohne etwas gesehen zu haben. Die 4. SFltl fuhr von Boulogne aus Aufklärung, meldete einen Zerstörer und lief ohne weitere Sichtmeldung am Morgen des 06.06.1944 wieder in den Bunker ein. Erst gegen 14.00 Uhr des Invasionstages hatte die Gruppe West eine gewisse Übersicht über die Lage gewonnen. Die Alliierten hatten für diese Invasion insgesamt 1213 Einheiten bereitgestellt, darunter sieben Schlachtschiffe, zwei Monitore, 23 Kreuzer, 80 Flotten- sowie 25 Geleitzerstörer, 63 Fregatten und 71 Korvetten. Neben zahlreichen Transportschiffen wurden insgesamt 4126 Landungsfahrzeuge eingesetzt. In der Nacht vom 06./07.06.1944 wurden alle im Westen verfügbaren Boote eingesetzt. Die 2. SFltl (Korv.Kapt. Opdenhoff) fuhr von Ostende aus mit fünf Booten einen Aufklärungsvorstoß, ohne Ziele zu sichten. Die 8. SFltl (Korv.Kapt. Zymalkowski) klärte von Ijmuiden aus mit vier Booten auf, ebenfalls ohne Ergebnis. Die 4. SFltl (Korv.Kapt. Fimmen) ging mit acht Booten in See, um aufzuklären, sie musste mehrere Luftangriffe über sich ergehen lassen, ohne allerdings Schaden zu nehmen. Nach einem kurzen Gefecht mit einem Zerstörer lief die Flottille in Boulogne ein. Die 5. SFltl (Korv.Kapt. Klug) geriet mit seinen sechs Booten bei einem Gefecht mit britischen Zerstörern in ein Minenfeld und verlor S 139 (Kptlt. Dietrich), 22 Mann fielen, vier Mann gerieten in Gefangenschaft darunter der Kmdt. Die 9.SFltl (Korv.Kapt. v. Mirbach) operierte zeitweise mit der 5. SFltl zusammen. Die 9. SFltl versenkte LCI 105, die 5. SFltl versenkte das britische LCT 875. Beim gemeinsamen Angriff auf drei große Ziele erlitt S 140 (Oblt.z.S. Bongertz) einen Minentreffer. Neben dem Kmdt. fielen 14 Mann, acht Mann konnten geborgen werden. Das Boot ging verloren. Da
in der Gruppe West immer noch von einer Großunternehmung an einem anderen
Ort ausgegangen wurde, wurde in der Nacht 07./08.06.1944 mit dem Legen der
Blitz-Sperren fortgefahren. Die 8. SFltl blieb in Ijmuiden, die 4. SFltl
wurde von Boulogne zur Bekämpfung der Invasionsflotte nach Le Havre
vorgezogen, die 2. SFltl von Ostende nach Boulogne. In
der selben Nacht nutzten die Boote der 5. und 9. SFltl von Westen
kommend das gegnerische Minenfeld aus, um auf einen Versorgungsverband und
auf die Sicherungskräfte zu schießen. Die 5. SFltl meldete Treffer
auf einem Kreuzer und einem Zerstörer, versenkt wurde der US
Flotten-Zerstörer „Meredith“.
S-Boote im Kanal - Foto: PK-Aufnahme Am Morgen des 08.06.1944 standen im Kanal insgesamt noch 19 Boote für Einsätze zur Verfügung: Bei der 2. SFltl (Boulogne) vier, bei der 4. SFltl (Le Havre) sieben, bei der 5. SFltl (Cherbourg) fünf, bei der 9. SFltl (Cherbourg) drei Boote. Daher wurde die 8. SFltl mit vier Booten nach Ostende verlegt. In der Nacht 08./09.06.1944 waren wieder alle Boote im Einsatz. Die 2. SFltl musste wegen Wetterverschlechterung ihren Einsatz abbrechen. Die 8. SFltl fuhr Aufklärung, sichtete aber nur ein Flugzeug. Die 4. SFltl war mit den Minen an Bord wegen Feindberührung zum Umdrehen gezwungen. Die 5. und 9. SFltl konnten ihre Minen trotz Beschuss durch Zerstörer wie geplant legen. Die 9. SFltl meldete die Versenkung von zwei Landungsschiffen von je 4600 BRT. Auf den Booten gab es zwei Verwundete. In der Nacht 09./10.06.1944 hatten die Boote den gleichen Auftrag. Die 5. und 9. SFltl blieben jedoch im Sicherungsring bei Kap Barfleur stecken, während die 4. SFltl Minen auf dem Verkehrsweg legen konnte und in Gefechte mit Zerstörern verwickelt wurde. S 188 meldeten einen Torpedotreffer auf einem Fährschiff von 5000 BRT. S 172 und S 187 meldeten Treffer auf 2 Frachtern von je 2000 BRT. S 190 und S 180 verlegten von Vlissingen nach Boulogne angehängt an die 8. SFltl. Dabei erlitt S 190 einen Minentreffer, der keinen Personenschaden und keinen Wassereinbruch zur Folge hatte. Das Boot musste aber ins Dock, daher lief die Rotte nach Rotterdam. Die 2. SFltl meldete die Versenkung von zwei Frachtern von 900 bzw. 1500 BRT und lief anschließend in Le Havre ein.
Da die Vorräte an Torpedos in Le Havre für zwei S-Flottillen und eine T-Flottille nicht ausreichten, standen für den nächsten Einsatz der 2. SFltl nur 13 Torpedos zur Verfügung, die 4. SFltl hatte noch eine volle Beladung. Daher mussten die Boote zur Torpedo-Ergänzung nach Boulogne. Am Morgen des 10.06.1944 warfen 23 B-24 "Liberator"-Bomber 67 ts Bomben auf den FdS-Stützpunkt St. Wimereux ohne den FdS-Bunker zu treffen. In der Nacht 10./11.06.1944 konnten die 5. und 9. SFltl von Westen (Cherbourg) her auf den Nachschubverkehr durchbrechen. Die 5. SFltl versenkte im Gefecht mit Zerstörern und MTB das MTB 448. S 136 (Kptlt. Jürgensmeyer) ging verloren, Kmdt. und 18 Besatzungsmitglieder fielen, drei Mann gerieten in Gefangenschaft. Die Flottille lief zur Unterstützung der 9. SFltl bei Barfleur und torpedierte den britischen Zerstörer "Halstedt", der zwar Portsmouth erreichen konnte aber nie wieder in Fahrt kam. Die 9. SFltl brach unter der Küste auf einen Konvoi durch, alle Schüsse gingen fehl. Kurz darauf versenkte sie einen Phoenix-Senkkasten (für den Bau der künstlichen Häfen vor den Landungsgebieten „Omaha“ und „Gold“), den amerikanischen Schlepper "Partridge", den britischen Schlepper "Sesame" und das Landungsschiff LST 538. Vor Cherbourg wurde die Flottille von Bombern angegriffen. S 130 wurde durch Splitter stark beschädigt und musste aKB gestellt werden. Der Kmdt. und vier Mann wurden verletzt. S 146 und S 144 wichen nach Le Havre aus. Die 4. SFltl legte Minen und lief dann Boulogne an. Die 2. SFltl legte planmäßig Minen und konnte anschließend an den Verstärkungsverkehr heranstaffeln. S 177 (Lt.z.S. Boseniuk) und S 178 (Oblt.z.S. Braune) versenkten den Munitionsdampfer "Dungrange" (621 BRT), das mit Benzinfässern beladene britische Motorschiff "Ashanti" (534 BRT) und den Frachter "Brackenfield" (657 BRT), das mit Munition und Benzinfäsern beladen war. Die 8. SFltl wurde bei ihrer Aufklärungsfahrt zweimal von Flugzeugen angegriffen ohne Schaden zu nehmen. Die
alliierte Aufklärung meldete die verminten Gebiete aber sofort auf der
Basis aufgefangener Funksprüche, so dass sie gemieden oder aber geräumt
wurden. Das traf auch für spätere Mineneinsätze zu. Da die übrigen
Seestreitkräfte (Zerstörer und U-Boote) vernichtet bzw. vertrieben
wurden, blieben nur die S-Boote und die T-Boote, um gegen die Landungsverbände
zu kämpfen. Für die Nacht 11./12. 06.1944 galt das gleiche Einsatzprofil jedoch mit Unterstützung durch die 4. Artillerie-Träger-Flottille. Die 5. SFltl und 9. SFltl zusammen mit 6 Booten griff einen Kriegsschiffverband und S 138 (Oblt.z.S. Stohwasser) erzielte einen Treffer auf dem amerikanischen Zerstörer "Nelson". Das Schiff konnte nach Portsmouth eingeschleppt werden. Die zur 9. SFltl gehörenden Boote S 146 und S 144 operierten von Le Havre aus erfolglos. Die 8. SFltl fuhr erneut vor Ostende Aufklärung ohne Sichtung eines Feindfahrzeuges. Vor Le Havre geriet die 2. SFltl in ein Gefecht mit kanadischen MTBs und einem Geleitzerstörer erhielt S 181 einen Treffer an der achteren Brückenkante. Es fiel ein Mann und ein Mann wurde verwundet. Auf dem Rückmarsch wurden S 179 und S 181 durch Minendetonation in einer eigenen "Blitzsperre" beschädigt. Die 4. SFltl musste einen Flugzeugangriff über sich ergehen lassen und geriet dann in ein Gefecht mit Zerstörern, beides ohne Schaden zu nehmen. Im Gefecht mit MTBs versenkte S 171 (Kptlt. Wiencke) das britische MBG 17 mit Artillerie. In
der Nacht 12./13.06.1944 sollten die Flottillen wieder von Osten und von
Westen her den Nachschubverkehr angreifen. Die 5. und 9. SFltl unterstützt
von Artillerie-Trägern wurden in ein Gefecht mit Sicherungskräften
verwickelt, trafen aber nicht auf den Nachschubverkehr, der südlich der
Isle of Wight wegen der Verluste während der Nächte eingestellt worden
war. S 138 wurde getroffen, es gab einen Verwundeten,
das Boot geriet in Brand konnte aber gehalten werden.
Die Booten liefen nach Le Havre ein. Auch die 2. und 4. SFltl kamen nicht
zum Schuss und liefen nach Boulogne bzw. nach Le Havre ein.
Dabei erlitt S 169 von der 4. SFltl einen Minentreffer, konnte aber
den Hafen erreichen. Da die über Funk übermittelte Weisung der Gruppe
West , nach Boulogne bzw. Le Havre zurückzukehren, von den Alliierten
aufgefangen wurde, patrouillierten britische Jagdbomber vor Boulogne und
fingen die zurückkehrenden Boote ab. S 178 (Oblt.z.S. Braune) erhielt
einen Volltreffer und sank, Kmdt. und 16 Mann fielen. Alle Boote erhielten
Treffer. Auf S 179 (Oblt.z.S. Neugebauer) fielen alle Maschinen aus und
das Boot brannte. Nach Abschleppversuch durch S 181 (Oblt.z.S. Schlenck)
sank das Boot zwei sm vor Boulogne. 13 Mann fielen. S 189 (Ob.Strm.
Sczesny) geriet in Brand und wurde beim nächsten Angriff versenkt. In
der Nacht 13./14.06.1944 sollten die Boote wiederum die Landungsflotte
angreifen, die 5. und 9. SFltl sollte wegen der Konzentration der Boote
auf Le Havre anschließend nach Cherbourg laufen. Wind aus Nordwest mit
sieben Windstärken zwang die Boote der 4., 5. und 9. SFltl zum Abbruch
des Einsatzes und zur Rückkehr nach Le Havre. Der Funkverkehr wurde
abgefangen und entschlüsselt und die Alliierten griffen mit 221
Lancaster-Bombern geleitet durch Jäger und durch Mosquito-Schnellbomber
die Boote am Abend des 14.06.1944 an. 14 S-Boote (S 84, S 100, S 138, S
142, S 143, S 144, S 146, S 150, S 169, S 171, S 172, S 173, S 187, S 188,
S 188) und drei der vier im
Hafen befindlichen Torpedoboote sanken, nur S 167 entkam durch Auslaufen.
In dem Bombardement fielen 18 Soldaten, darunter der Chef 5. SFltl (KptLt
Johannsen), ferner gab es 25 Verwundete zu beklagen, darunter der Chef 9.
SFltl (KptLt v. Mirbach) und vier Kommandanten.
In
der folgenden Nacht erfolgte ein erneuter Luftangriff auf Boulogne. Während
neun Minensuchboote, zwei Vorpostenboote und drei Minensuchbootstender
sanken, konnte die 2. SFltl rechtzeitig auslaufen, ehe der S-Bootsbunker
von Bomben durchschlagen wurde, und blieb ohne nennenswerte Schäden. Die
Luftangriffe dieser beiden Nächte hatte die Marine im Kanal entscheidend
geschwächt, von 31 S-Booten bei Invasionsbeginn waren in den vier
Flottillen noch 13 einsatzbereit:
Daher wurden die Boote der 2. und 4. SFltl unter Leitung des Chefs 2. SFltl zusammengefasst und das Personal der 5. SFltl zu Neuaufstellung in die Heimat entsandt. Um eine erneute Konzentration auf Le Havre zu vermeiden und da Boulogne sich unter ständigem Zugriff der alliierten Luftwaffen befand, wurde Dieppe als zusätzlicher Stützpunkt aktiviert. Die 6. SFltl war aus der Ostsee als Verstärkung angefordert worden und die 8. SFltl sollte mit neuen Booten aufgefüllt werden. Mit den wenigen einsatzklaren Boote wurde in den folgenden zwei Nächten vergeblich versucht, von Cherbourg aus den Sicherungsring zu durchbrechen. Am 17.06.1944 erhielt die 9. SFltl den Befehl, die inzwischen eingeschlossenen „Festung“ Cherbourg mit Munition von St. Malo zu versorgen. Am 18.06.1944 verlegte die 2. SFltl mit S 174, S 175, S 178, S 180, S 181 und S 190 von Boulogne nach Le Havre. In der gleichen Nacht verlegte die 9. SFltl mit S 130, S 145, S 168 und dem defekten Boot S 112 von Cherbourg nach St. Malo. In der Nacht 22./23.06.1944 brachten S 130, S 145 und S 168 Munition und 24 Heeresoffiziere nach Cherbourg. Die 8. SFltl verlegte von Ostende nach Boulogne und erlitt Schäden auf allen Booten durch Bombensplitter, auf S 83 gab es zwei Verletzte und das Boot musste ins Dock. Die 2. SFltl war mit Minen unterwegs als sie in ein Gefecht mit Zerstörern geriet. S 190 (Kptlt. Wendler) erhielt mehrere 10,2-cm-Treffer und musste aufgegeben werden. Die Besatzung konnte geborgen werden. Es gab drei Verwundete, ein Mann blieb vermisst. In der Nacht 24./25.06.1944 konnte die 2. SFltl die Minen legen trotz einer Gefechtsberührung mit 2 Zerstörern. S 175 erhielt einen 12-cm-Volltreffer auf der Brücke, zwei Mann fielen, ein Mann wurde verwundet. Auf dem Rückmarsch erhielt S 181 bei einem Gefecht mit MGBs einen 40-mm-Treffer, wobei ein Mann verwundet wurde. S 130 und S 168 verlegten von St. Malo nach Alderney, S 112 und S 145 wurden zurückgelassen. Die 8. SFltl verlegte nach Le Havre. Beim Versuch, von Alderney nach Dieppe durchzubrechen, gerieten in der Nacht 26./27.06.1944 S 130, S 145 und S 168 von der 9. SFltl in ein Gefecht mit Zerstörern. S 145 (Ob.Strm. Seifert) erhielt Treffer in den Abteilungen V und VI und fuhr mit einer Maschine nach Alderney zurück. Die anderen Boote erreichten Dieppe. S 145 erreichte am 27.06.1944 St. Malo. In
der Nacht 27./28.06.1944 blieb ein Vorstoß der 2. und 8. SFltl in die
Seinebucht ergebnislos. In der Nacht 28./ 29.06.1944
legten die Boote der 2. SFltl Minen, die 8. SFltl operierte als
Deckungsgruppe. Die Aktion blieb unbemerkt. In
der Nacht 03./04.07.1944 ging die 8. SFltl mit drei Booten in See, um
Minen zu werfen. Auch diese
Aktion war den Alliierten frühzeitig bekannt, so dass eine MGB-Gruppe
gezielt angesetzt wurde. Es gelang ihnen jedoch ihre Gegner abzuschütteln
und nach einem Flugzeugangriff noch ihre Minen zu legen, ehe sie
wohlbehalten in Dieppe einlaufen konnten. Die 2. SFltl war ebenfalls in
See, die 1. Gruppe geriet unter Beschuss von MGB, wobei S 181 Treffer
erhielt, ein Mann fiel, ein Mann wurde verwundet . Die 2. Gruppe warf ihre
Minen und traf dann auf 2 britische Fregatten, ein Fächerschuss mit fünf
Torpedos ging fehl. Die Boote kehrten aber unversehrt in den Bunker von Le
Havre zurück.
Auslaufen aus den Bunkern der Kanalküste - Foto: PK-Aufnahme In der Nacht 04./05.07.1944 klappte die Verlegung von S 112 und S 145 nach Brest, unterwegs retteten sie 57 Mann von einem brennenden Vorpostenboot. In der Nacht 05./06.07.1944 verlegte die 6. SFltl von Boulogne nach Le Havre. Sie hatte Gefechtsberührung mit Zerstörern und MGBs. Während des Einlaufens flog der S-Bootsbunker durch Explosion der 41 dort gelagerten Torpedos in die Luft. Die Boote blieben unbeschädigt. Es kamen sieben Mann ums Leben. In der Nacht 07./08.07.1944 waren die 2. und die 9. SFltl im Torpedoeinsatz in der Seine-Bucht. In einem Gefecht mit Zerstörern und MGBs erzielte die 2. SFltl einen Torpedotreffer auf der britische Fregatte "Trollope", die zwar auf Grund gesetzt werden konnte aber nie wieder in Fahrt kam. Das
Wetter behinderte oder verhinderte in den nächsten Tagen die S-Boot-Einsätze
bis
Mitte Juli 1944. Es
gab einige Gefechte mit Zerstörern und MGBs, die ohne nennenswerte
Ereignisse endeten. Es gab in diesen Tagen einen Verwundeten auf S 168 und
einen Schwerverwundeten auf S 135. Trotz
Zulauf der Torpedos T 5 „Zaunkönig“ waren keine Erfolge zu
verzeichnen. Die Torpedos wurden durch die Schraubengeräusche der MTBs
und der MGBs von den Zerstörern und anderen größeren Einheiten
abgelenkt ohne die Boote zu treffen, selbst bei Tiefeneinstellung 3 m
nicht, ihre 24 kn Geschwindigkeit reichten nicht aus, um abdrehende
Fahrzeuge zu treffen.
S-Boote auf Angriffskurs - Foto: PK-Aufnahme Da keine Erfolge gegen die Landungsflotte zu erzielen waren, begann der FdS wieder, den Konvoi-Verkehr südlich und östlich von England anzugreifen. Gleich in der Nacht vom 26./27.07.1944 gelang es der 6. SFltl (Kptlt. Matzen) vor Dungeness an einen Kovoi heran zu kommen. S 97 (Ob.Strm. Waldhausen) und S 114 (Oblt.z.S. Hemmer) versenkten die Frachter "Fort Perrot" (7171 BRT) und "Empire Beatrice" ( 7046 BRT) mit 2 FAT. S 90 und S 91 schossen mehrere Torpedos auf Zerstörer, ohne Treffer zu erzielen. Im Gefecht mit MGBs erhielt S 90 einen Treffer im Brennstofftank. Es gab einen Schwer- und vier Leichtverletzte. In der Nacht vom 30./31.07.1944 ging die 6. SFltl mit drei Booten von Dieppe aus zum Stichansatz auf ein Ostgeleit. Auf das Geleit wurden durch S 97 (Ob.Strm. Waldhausen), S 114 (Kptlt. Hemmer) und S 91 (Kptlt. Nolte) sechs FAT geschossen und vier Treffer auf drei Frachtern mit je 3000 bis 4000 BRT gemeldet. Sie versenkten den britischen Frachter "Samwake" (7219 BRT) und beschädigten die britischen Frachter "Fort Dearborn" (7160 BRT), "Fort Kaskaskia" (7187 BRT) und "Ocean Courier" (7178 BRT). In der Nacht 31.07./01.08. 1944 griffen die Boote der 2. und 6. SFltl britische Zerstörer und MTBs an. Alle geschossenen Zaunkönige waren Frühdetonierer. Im Gefecht mit britischen MTBs erhielt S 132 einen Treffer in die Stb-Maschine, es gab drei Verwundete. Am
01.08.1944 waren von den vier im Westen operierenden S-Bootflottillen noch
22 Boote vorhanden, von denen 10 kriegsbereit waren. In der Nacht
01./02.08.1944 verlegte die 1. Gruppe der 6. SFltl von Dieppe nach Le
Havre. Der geplante koordinierte Angriff von Kleinkampfmitteln und
S-Booten für den nächsten Tag wurde durch einen Bombenangriff durch 54
Lancaster-Bomber behindert. S 39 und S 114 wurden im Hafen versenkt,
S 91 und S 97 wurden beschädigt. Der
Einsatz der Kleinkampfmittel in der Nacht 02./03.08.1944 fand
dennoch statt. Die 2. SFltl mit S 176, S 180 , S 174 und S 181 fuhr einen
Vorstoß, dabei kam es zu drei Feindberührungen mit MGB und einer größeren
Einheit. S 180 erhielt nach Ausfall der beiden Außenmotoren Treffer und S
176 und S 174 kollidierten bei Ausweichbewegungen. Bei S 176 wurde das
Vorschiff über der Wasserlinie eingedrückt. Auf S 181 hatte eine Granate
die Panzerkalotte durchschlagen. Die Boote konnten aber alle den Hafen
erreichen. In der gleichen Nacht liefen die Boote S 195 (Lt.z.S. Kehder), S 196 (Oblt.z.S. Rathenow) und S 197 (Lt.z.S. Fanger) in Ijmuiden als Verstärkung der 8. SFltl ein. In den Nächten 04./05.08. und 05./06.08.1944 erfolgten durch die 2. und 6. SFltl "Dackel"-Einsätze. Alle Schüsse gingen fehl. Hierbei erhielt S 97 einen Torpedotreffer im Vorschiff. Der Torpedo detonierte nicht, so dass alle Boote wieder einliefen. Am 09.08.1944 ging die 2. SFltl mit zwei Booten in See. Sie wurde in ein Gefecht mit Zerstörern verwickelt. Nach Fehlschüssen wurden sie von JaBos angegriffen. Auf S 174 und S 181 gab es vier Schwer- und drei Leichtverletzte. Beide Boote mussten wegen der erlittenen Schäden aKB gestellt werden. Auch S 177, S 180, S 79 verschossen Dackel ohne Erfolge. In der Nacht 11./12.08.1944 verlegten die 8. und 10. SFltl von Ijmuiden nach Ostende. Wegen schlechter Sicht mussten mehrere Einsätze der anderen Flottillen abgebrochen werden. Auch wegen schlechter Sicht musste der gemeinsame Einsatz der 2., 6. und 8. SFltl in der Nacht 12./13.08.1944 abgebrochen werden. Die 10. SFltl fuhr einen Mineneinsatz vor Orfordness, S 191, S 184 und S 183 mussten mehrere Treffer einstecken und es gab einen Gefallenen und einen Schwerverwundeten. Bis zum 18.08.1944 wurden auf Weisung des Ob.d.M. insgesamt 91 Dackel (aus 2 G 7A zusammengesetzte mit 9 kn Geschwindigkeit geradeaus laufende Langstreckentorpedos, die am Ende der Laufbahn Suchschleifen ausführten) verschossen. Belegt sind vier Versenkungserfolge – der alte Kreuzer „Frobisher“, das M-Boot „Vestal“, der Frachter "Iddesleigh" (5205 BRT) und das Werkstattschiff „Albatros“. Am
15.08.1944 wurde die 8. SFltl nach Boulogne verlegt. In der gleichen Nacht
warf die 10. SFltl mit sechs Booten nördlich von Margate Minen. Inzwischen
waren die Alliierten am 15.08.1944 in Südfrankreich gelandet. Die
Landfront kam immer näher. Zu diesem Zeitpunkt verfügten die
Westflottillen 2., 6. 8. 9. und 10. SFltl über insgesamt 33 Boote, von
denen aber nur 18 voll verwendungsfähig waren, vier weitere waren
fahrklar aber nicht voll einsetzbar. Die 9. SFltl musste die in Brest zur
Reparatur liegenden Boote S 112 und S 145 abschreiben. In
der Nacht 19./20.08.1944 verlegten vier Boote der 10. SFltl von Borkum über
Ostende nach Boulogne. Sie wurden aus der Luft angegriffen und erlitten
Schäden und hatten drei Gefallene, darunter den Kommandanten S 185 (StbsObStrm
Adam), und mehrere Verwundete.
Auslaufen aus dem Bunker - Foto: PK-Aufnahme In
den nächsten Nächten herrsche entweder schlechtes Wetter oder es
erfolgten erfolglose Versuche, gegnerische Verbände anzugreifen. Wiederum
wurden Minen- und Torpedoeinsätze im Wechsel gefahren. Dabei kam es immer
wieder zu Gefechten zwischen den Angreifern und den Sicherungskräften.
Die 6. SFltl verlor am 25.08.1944 bei einem dieser nächtlichen Gefechte
mit einem brit. Geleitzerstörer und einer brit. Fregatte vor Fécamp das
schwer getroffene, brennende S 91 durch Selbstversenkung. Ein weiterer
Angriff, der sich durch die 8. SFltl mit vier Booten gegen einen Konvoi
westlich von Beachy Head richten sollte, schlug auch fehl. Die Boote
wurden von einem brit. Geleitzerstörer unter Feuer genommen, S 701 musste
Treffer nehmen und geriet in Brand. S 196 kollidierte mit dem brennenden S
701. Beide Boote konnten nach Dieppe einlaufen. Die beiden anderen Boote,
S 195 und S 197, stießen weiter vor, fanden aber keinen Konvoi. Sie
gerieten in ein Gefecht mit den MGBs, kehrten aber unbeschädigt nach
Dieppe zurück. Die
Rotte S 174, S 177 konnte wegen starker Sicherung nicht nach Le Havre zurück
laufen und geriet bei Cap d’Antifer in ein Gefecht der 8. Artillerieträger-Flottille
mit einem franz. Geleitzerstörer mit drei MTBs, und einer britischen
Fregatte mit drei MTBs und einer britischen Fregatte mit drei US PT-Booten.
S 177 schoss zwei Torpedos auf den Zerstörer und fischte 80 Überlebende
von den Artillerieträgern aus dem Wasser. S 174 schleppte den manövrierunfähigen
AF 109 mit 40 Überlebenden nach Fécamp. In
der Nacht 29./30.08.1944 verließ die 2. SFltl als letzter Verband Le
Havre, verminte die Hafeneinfahrt und zog sich nach Boulogne zurück. Der
Rückzug der Flottillen wurde durch Zerstörer-, MGB- und Luftangriffe
erschwert. S 196 unter KKpt Zymalkowski erzielte Treffer auf der Brücke
des Geleitzerstörers „Cattistock“, die den Artilleriegefechtsstand außer
Gefecht setzten und den Kommandanten töteten. In
der Nacht 04./05.09.1944 wurde Boulogne aufgegeben. Diesmal war die 10.
SFltl der letzte Verband, der den Hafen verlies, nachdem sie die Einfahrt
vermint hatten. Auf dem Rückzug südöstlich von Dover kamen die Boote
unter Feuer durch die britische Küstenartillerie. S 184 schor aus dem
Verband aus. S 191, S 186 und S 192 liefen weiter bis Hook van Holland und
Rotterdam und weiter durch die Kanäle nach Amsterdam. Dort festgemacht
erfuhr das Führerboot, dass S 183 mit der Besatzung S 184 an Bord in
Ostende eingelaufen war. S 184 hatte einen schweren Treffer hinnehmen müssen
und war nicht mehr zu halten gewesen. Das Boot wurde daher selbst
versenkt. In
der gleichen Nacht verlegte die 8. SFltl von Ostende nach Ijmuiden. Wegen
des starken Seegangs lief die Flottille gegen Morgen in Hook van Holland
ein. Die
8. SFltl legte in den Nächten 08./09. und 09./10.09.1944 in der
Westerschelde Minen. Ein am Abend des 12.09.1944 angesetzter Versuch der
10. SFltl mit fünf Booten einen Angriff auf einen Konvoi bei Cromer zu
fahren scheiterte am schlechten Wetter. Ein Mineneinsatz der 8. SFltl von
Rotterdam aus endete damit, dass die Minen unscharf geworfen wurden, da
sie wegen des schweren Wetters aus den Schienen sprangen und die Boote gefährdeten.
Beide Flottillen wurden auf dem Rückweg in den Einsatzhafen mit Bomben
belegt, ohne dass Schäden zu verzeichnen waren. Bis
zum 16.09.1944 herrschte schlechtes Wetter, so dass weitere Einsätze
nicht möglich waren. In der
Nacht 16./17.09. sollten drei Gruppen zu je drei Booten unter Führung des
Chefs 9. SFltl (KKpt v. Mirbach) auf einen Konvoi vor Cromer operieren.
Die 3. Gruppe (S 185, S 191 und S 186) kehrte wegen eines Ruderschadens
auf S 185 um, die 1. Gruppe (S 175, S 168 und S 192) warf Minen auf dem
Geleitweg, die 2. Gruppe (S 175, S 168 und S 192) warf Minen vor
Haisborough. Da beide Gruppen von Zerstörern beschossen wurden und sie
den Geleitzug nicht sichteten, kehrten sie um.
Für die Nacht 16./17.09.1944 war der 9. SFltl unter Führung von S 198 (KptLt Knapp) die Versorgung Dünkirchen durch vier Boote befohlen worden. Wegen der schlechten Transportlage der zu verbringenden Güter wurde diese Unternehmung um 24 Stunden verschoben. Um 16.17 Uhr schlug wie eine Bombe die Nachricht von der Luftlandung alliierter Truppen in Arnheim ein. Alle Transporte von und nach der Heimat wurden gestoppt. Da die oberste Wehrmachtsführung glaubte, damit sei die Rückeroberung Hollands eingeleitet worden, wurde am 18.09.1944 die Zerstörung der Hafenanlagen von Amsterdam und Rotterdam befohlen. Der FdS meldete dem Admiral Niederlande, dass damit der S-Boot-Einsatz von Holland aus beendet sei. Am
Abend des 18.09.1944 liefen
zwei Gruppen der 10. SFltl von Hook van Holland bzw. Vlissingen aus, jedes
Boot mit 8 t Munition und Nachschubgütern beladen. Die Boote S 186 und S
185 sowie S 198 und S 199 konnten den sie jagenden Zerstörern entkommen
und liefen in der Nacht zum 19.09.1944 in Dünkirchen ein. Nach Entladung
liefen sie in der gleichen Nacht wieder aus. S 198 und S 199 hatten den
Kommandeur der 22. Infanterie-Division und einige Offiziere seines Stabes
sowie vier Schwerverwundete an Bord. Sie erreichten am Morgen den Bunker
von Hook van Holland. Auch die anderen beiden Boote erreichten ohne Schäden
ihren Einsatzhafen. Um
von diesen vier Booten abzulenken, war der Chef 10. SFltl mit drei Booten
in See gegangen. Wie aus einer B-Dienstmeldung hervorging, wurden alle
drei Boote von der britischen Fregatte „Stayner“ mit den MTB 724 und
MTB 728 gestellt, S 183 wurde in Brand geschossen und sank, S 200 und S
702 kollidierten im Ablaufen und wurden selbst versenkt. Der Chef 10.
SFltl (Kptlt. Müller, K.), 2 Kommandanten und 45 Mann wurden gefangen
genommen. Neuer Flottillenchef wurde Kptlt. Bludau. In der Nacht zum 20.09.1944 verlegte der FdS von Scheveningen nach Den Helder.
Villa Sandhage in Hoge Weg 18, Scheveningen, Sitz des FdS 1942 bis 1944 - Foto: M. S. Laarman
Villa Sandhage, Sitz des FdS, links davon die Offiziermesse 1942 bis 1944 - Foto: M. S. Laarman
Rest der Telefonbedienanleitung gefunden in Villa Sandhage bei Renovierung 1999 - Foto: M. S. Laarman Anfang Oktober 1944 hatte die Stärke und Einsatzbereitschaft der
Schnellboote in Holland den absoluten Tiefstand erreicht. Die 4. SFltl in
Ijmuiden verfügte über die kriegsbereiten Boote S 202, S 201 und S 219,
die 10. SFltl über S 185 und S 186 in Ijmuiden und S 191 und S 192 in
Rotterdam, die 8. SFltl in Rotterdem verfügte über S 198 und S 199,
insgesamt also 9 Boote. In
der ersten Oktoberwoche traf die 9. SFltl (Kptlt. v. Mirbach) mit den
Booten S 130, S 167, S 168, S 175, S 206 und S 207 in Rotterdam ein.
Schlechtes Wetter hatte bis dahin das Auslaufen verhindert bzw. lies die
Flottillen frühzeitig ihre Einsätze abbrechen. In der Nacht
07./08.10.1944 lief die 9. SFltl nach einem ersten Auslaufen wegen
schlechter Sicht wieder ein. Als sie erneut auslief wurde sie von
deutschen Vorpostenbooten unter Feuer genommen und musste Treffer
hinnehmen. Schlechtes
Wetter verhinderte weitere Einsätze. Erst am 10.10.1944 konnte ein erster
Mineneinsatz aller drei Flottillen mit 13 Booten vor der Insel Walcheren
durchgeführt werden. Am
19.10.1944 erhielt die 4. SFltl den Befehl, über die Binnenstraßen in
die Heimat zu verlegen. Ziel war die Neuausrüstung in Swinemünde und
anschließende Verlegung nach Norwegen zusammen mit dem Begleitschiff
„Hermann von Wissmann“. Die Verlegung der Flottille
mit S 201, S 202, S 203, S 204, S 205, S 219, S 220 und S 703 ließ
die Zahl der verfügbaren S-Boote an der Westfront wieder drastisch
zusammenschmelzen. Wiederum
verhinderte schlechtes Wetter bis zum Monatsende weitere Einsätze. Erst
am 31.10.1944 wurden durch die 8., 9. und 10. SFltl auf dem
Themse-Schelde-Weg und nördlich Dünkirchen Minen geworfen. Mit Anlaufen
der britischen Operation „Infatuate“, der Landung auf der Insel
Walcheren in der Scheldemündung und Ausschaltung der dort positionierten
Küsten-Artillerie, am 01.11.1944 bekamen die Flottillen den Auftrag,
gewaltsame Aufklärung mit Torpedoeinsatz gegen alle lohnenden Ziele
durchzuführen. Die 8. SFltl verfügte über fünf, die 9. SFltl über
vier und die 10. SFltl über 3 KB Boote. Bei
der 10. SFltl bekam ein Boot Maschinenschaden, so dass die Flottille schon
bald wieder umkehren musste. Bei der 8. SFltl bekam S 198 Ruderschaden und
wurde unter Begleitung von S 197 entlassen, so dass nur drei Boote
blieben. Bei der 9. SFltl fiel S 168 wegen Wassers in der Mittelmaschine
aus. Nur die 9. SFltl kam zum Schuss. Beim ersten Angriff auf zahlreiche
Schatten wurden keine Treffer erzielt. Beim zweiten Angriff wurde der
Motortanker „Rio Bravo“ (1141 BRT) getroffen. Beim dritten Angriff mit
den letzten drei Torpedos auf einen auf Nieuport-Reede ankernden Verband
wurde der Navy-Trawler „Colsay“ versenkt.
In
der Nacht 02./03.11.1944 waren die drei Flottillen wieder im Einsatz. In
einem Gefecht mit britischen MGBs fiel auf S 185 die 40-mm-Kanone wegen
eines Rohrkrepierers aus. Durch
Wetterverschlechterung fanden vom 04. bis 14.11.1944 keine Einsätze
statt. Am 15.11.1944 konnte die 8. SFltl unbehelligt Minen vor der Humbermündung
werfen. S 198 fiel wegen Maschinenschaden aus, S 197 hatte eine
Ruderhavarie zu verzeichnen, auf S 194 mussten die Traglager der
Bb-Maschine ausgewechselt werden. Auf S 198 wurde durch Seeschlag der
Deckel des Stb-Torpedorohres beschädigt. Die
9. SFltl hatte den Auftrag das Wielinger Fahrwasser zu verminen. Durch
Gefechtsberührung mit zwei brit. Fregatten und MGBs wurde die Verminung
verhindert. Auf S 168 entstand durch Treffer ein Brand im Vorschiff. Das
Boot konnte aber in seinen Ausgangshafen zurückkehren.
S-Boote mit Kurs Konvoi-Routen - Foto: PK-Aufnahme Bis
Ende des Monats November erfolgten wegen des schlechten Wetters keine
weiteren Einsätze. Erst in der Nacht 29./30. 11.1944 liefen die drei
Flottillen wieder aus. Die 8. SFltl sollte mit 5 Booten ein Ostgeleit mit
Torpedos angreifen. Es wurden drei T-5A und sieben FAT auf eine
Dampferkolonne gefeuert. Trotz beobachteter Detonationen konnten keine
Erfolge beobachtet werden, da die Geleitsicherung die Boote unter Feuer
nahm. Alle Boote kamen mit leichten Splitterschäden zurück. Die
9. SFltl legte nach Maschinenausfall auf S 167 mit vier Booten auftragsgemäß
ihre Minen. Auch die 10. SFltl hatte mit drei Booten den Auftrag
Minen zu werfen, erfolgreich durchgeführt obwohl sie zweimal auf
Fregatten stießen, wegen eines Motorenschadens auf S 191 war aber kein
Torpedoschuss abgegeben worden. Im Dezember 1944 war die Wetterlage so ungünstig, dass die S-Boote die ganze erste Monatshälfte hindurch keine Einsätze fahren konnten. Am 12.12.1944 erhielten die 2. und 6. SFltl den Befehl von Wilhelmshaven nach Holland zu verlegen. Am
Nachmittag des 15.12.1944 kam es zu einem Bombenangriff durch 17
Lancaster-Bomber auf den Stützpunkt Ijmuiden. Zwei Bomben durchschlugen
die Bunkerdecke und S 168 wurde zerstört. S 193 wurde durch Trümmer
eingeschlossen. S
195 wurde so stark beschädigt, dass es nach Emden geschleppt werden
musste. S 702 und vier weitere Boote wurden so stark beschädigt, dass die
ganze 8. SFltl aKB gemeldet wurde. Bei diesem Angriff fielen 13 Mann und fünf
Mann wurden verwundet. Die gesamte Versorgungsanlage des Stützpunktes
fiel aus. Am
17.12.1944 erging von der Skl die Weisung, die S-Bootswaffe im Raum
Holland zu verstärken. Der FdS befahl daher der 4. SFltl, von Südnorwegen
zunächst in die Deutsche Bucht und dann nach Holland zu verlegen. Sie war
erst am 16.10.1944 nach dorthin befohlen worden und am 09.11.1949 in
Kristiansand eingetroffen. Am Abend des 10.11.1944 wurde der Marsch nach
Egersund angetreten. Bei Mandal wurde bei schlechter Sicht S 203 durch ein
eigenes Minenräumboot gerammt und musste nach Übernahme der Besatzung
und der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände durch S 205, das bei der Übernahmeaktion
selbst Schäden nahm, selbst versenkt werden. S
205 musste wegen des schlechter werdenden Wetters nach Kristiansand zurückkehren,
wo es ins Dock kam. Die 2. SFltl (KKpt Opdenhoff) und die 6. SFltl (KptLt Matzen) liefen am 19.12.1944 in Den Helder bzw. Rotterdam ein. In der Nacht 19./20.12.1944 warf die 9. SFltl verstärkt durch zwei Boote der 10. SFltl ein Minenfeld, das allerdings durch Navigationsfehler abseits vom Weg fiel. Am
22.12.1944 wurde mit 6 Booten der 6. SFltl, 7 Booten der 9. SFltl und 5
Booten der 8. SFltl eine Verminung des Geleitzugweges Themsemündung –
Antwerpen durchgeführt, die 2. SFltl mit 6 Booten sollte einen Angriff
auf ein Westgeleit durchführen. Die vor Hoek van Holland lauernden
britischen Bewacher nahmen die Boote beim Auslaufen sofort unter Feuer,
wobei auf S 211 eine Mine zerschossen wurde und auf S 222 eine Mine aus
ihrem Stuhl fiel und die anderen Minen blockierte. Die Bewacher konnten
abgeschüttelt und die Minen auftragsgemäß geworfen werden. Eine Rotte
der 10. SFltl, die mit der 9. SFltl operierte wurde von einer britischen
Patrouille gestellt und unter Feuer genommen. S 185 und S 192 wurden
versenkt. Während von S 192 keiner überlebte, fielen sechs Mann von S
185 darunter der Kommandant, 22 Mann gerieten in Gefangenschaft. Am
24.12.1944 sank auf einer der beiden Sperren der britische Frachtdampfer
„Empire Path“ mit 6.140 BRT. Am
25.12.1944 blieben die Boote in ihren Stützpunkten. Am 26.12.1944 traf
die 5. SFltl aus der Ostsee in Kiel ein, um dann durch den K.W.-Kanal nach
Wilhelmshaven zu verlegen, um dort Restarbeiten für die Frontbereitschaft
erledigen zu lassen. Dabei hatte S 132 Wrackberührung und musste Cuxhaven
anlaufen. Am
29.12.1944 flogen 16 Lancaster-Bomber den S-Bootsbunker in Rotterdam mit
überschweren Bomben an.
S 207 und S 167 wurden leicht beschädigt. Es gab zwei
Schwerverwundete und einen Leichtverletzten. Zum
Jahreswechsel 1944/45 waren die Flottillen im Westen wie folgt
aufgestellt:
Die Bilanz des Jahres 1944 war verheerend: Es waren 19 Handelsschiffe mit 67.111 BRT, ein alter Kreuzer, eine Fregatte, vier Navy Trawler, drei Navy Schlepper, ein MGB, ein M-Boot, neun Landungsfahrzeuge und ein Phoenix-Senkkasten versenkt worden, zwei Zerstörer wurden torpediert und kamen nicht wieder in Fahrt. Die eigenen Verluste betrugen: 174 Gefallene, 38 Schwer- und 69 Leichtverletzte, 53 Gefangene, ein Vermisster. Es gingen 43 Boote verloren: S 139 und S 140 durch Minentreffer; S 91, S 136, S 147, S183, S 184, S 185, S 190, S 192, S 193 und S 200 durch/nach Artillerietreffer; S 39, S 84, S 87, S 93, S 100, S 114, S 129, S 137, S 138, S 142, S 143, S 144, S 146, S 150, S 169, S 171, S 172, S 173, S 178, S 179, S 187, S 188, S 189 und S 198 durch Bombentreffer/Bordwaffentreffer; S 94, S 128, S182, S 193, S 203 und S 702 durch Kollision. S 14 sank vermutlich 1944 im Kanal als Schnellschlepper.
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