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| S-Boote Kriegsmarine - Schwarzes Meer 1944 | |
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S-Boote in der Kriegsmarine 1935 - 1945 Die Kriegschauplätze der S-Boote Schwarzes Meer 1944 Am 01.01.1944 standen in Iwan Baba sechs Boote für Einsätze zur Verfügung - S 26, S 42, S 47, S 52 und S 72. In Konstanza in der Werft befanden sich S 28, S 40, S 45 und S 51 - alle aKB. Mit der Ankunft der neuen Boote war noch nicht zu rechnen. Im Januar konnten wegen des schlechten Wetters nur je ein Einsatz gegen den sowj. Schiffsverkehr an der Kaukasusküste und 1 Mineneinsatz vor Tuaspe durchgeführt werden. Anfang Februar 1944 erhielten S 40 und S 52 in Konstanza Kalottenbrücken (gepanzerte Brücken), die neuen Boote wurden dort zusammengebaut und in Iwan Baba waren noch vier Boote KB - S 26, S 42, S 45 und S 49.
"S 40" mit Kalottenbrücke - Bild: Archiv Förderverein Im März 1944 kam es nur zu einem Einsatz vor der Kaukasusküste, wobei es zu einem Gefecht mit sowj. Kanonenbooten kam. Am 08.04.1944 setzte die Rote Armee zum Endangriff auf die Zugänge zur Krim an. Am 12.04.1944, zwei Tage bevor die Sowjets Feodosija besetzten, wurde Iwan Baba endgültig aufgegeben. Da der Abtransport des Personals Vorrang hatte, wurde der Großteil der vorhandenen Minen, Torpedos und Munition gesprengt. Die Flottille verlegte nach Sevastopol. Am 15.04.1944 erreichte die Rote Armee den Verteidigungsring der Stadt und die S-Boote sahen sich zunehmender Gefährdung durch Luftangriffe und Beschuss durch Artillerie gegenüber. Bis zum 12.05.1944 fuhr die 1. SFltl Geleitsicherung für die Evakuierung der Krim. Am 11.05.1944 war S 28 bei einem Luftangriff beschädigt worden. Die Flottille trug dazu bei, dass vom 12.04. bis 08.05.1944 insgesamt 90.260 Soldaten, 15.435 Verwundete, 11.358 Evakuierte und 4.260 Kriegsgefangene von der Krim nach Sulima und Konstanza abtransportiert werden konnten. Durch Bombenangriffe sanken mehrere Schiffe, 16.100 Menschen ertranken. In den letzten drei Evakuierungstagen 09. bis 11.05.1944 konnten noch 25.697 Soldaten und 6.011 Verwundete evakuiert werden. Die 1. SFltl verlegte am 11.05.1944 nach Konstanza. Im Juni stießen die Boote mehrfach in das Seegebiet westlich und südwestlich der Krim vor ohne jedoch Ziele zu finden. In dieser Zeit waren durchschnittlich 10 Boote einsatzbereit. Im Juli verlegten S 26, S 28, S 40 und S 42 nach Sulima, die anderen Boote waren in der Werft. Am 19.08.1944 wurden S 26 (Lt.z.S. Silies), S 40 (Oblt.z.S. Weisheit) und S 72 (ObStrm. Deckert) durch einen sowj. Luftangriff auf Sulima zerstört. Es fielen 13 Mann. Am 22.08.1944 lief S 148 (Oblt.z.S. von Dülong) nördlich von Sulima auf eine Mine und wurde anschließend selbst versenkt. Es traten keine Personalverluste auf. Am 23.08.1944 flogen 62 Bomber, 80 Jagd- und Schlachtflugzeuge einen Angriff auf den Hafen von Konstanza , bei dem S 42 (Oblt.z.S. Mohs), S 52 (Kptlt. Kaldewey) und S 131 (ObStrm. Gurke) zerstört wurden, S 28 (Lt.z.S. Neumeier) und S 149 (Oblt.z.S. Wülfing) wurden schwer beschädigt. Es fielen drei Mann. Am 23.08.1944 stürzte der rumänische König den Staatsführer Antonescu und proklamierte den Frontwechsel Rumäniens. Der Admiral Schwarzmeer (ASM) befahl der 1. SFltl den Einsatz gegen sowjetische Einheiten, die aus den bereits in sowj. Hand befindlichen Gebieten vorstoßen könnten. S 51, S 49, S 45 und S 47 gingen in See, die nicht fahrklaren Boote S 28 und S 149 wurden selbst versenkt. Das Stützpunktpersonal schlug sich mit LKW auf in deutscher Hand befindliches Gebiet durch. Nachdem vom ASM keine Befehle mehr für die 1. SFltl eingingen, verlegte die Flottille nach Varna/Bulgarien. Nachdem Bulgarien seine Neutralität verkündete, versenkten sich die vier letzten S-Boote - S 51 (Kptlt. Seevers), S 49 (Lt.z.S. Bucher), S 45 (Oblt.z.S. Lutherer) und S 47 (Lt.z.S. Behrens) am 29.08.1944 vor Varna. Am 30.08.1944 versenkten sich die übrigen etwa 200 deutschen Fahrzeuge, die sich nach Bulgarien zurückgezogen hatten. Die Besatzungen der vier S-Boote wurden interniert, konnten aber (mit bulg. Billigung) aus dem Lager entweichen und sich über Sofia, Belgrad und Wien nach Saßnitz durchschlagen, wo sie am 21.09.1944 eintrafen und den Stamm für die neue 1. SFltl bildeten. Damit war der Seekrieg im Schwarzen Meer beendet.
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