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S-Boote in der Volksmarine 1956 - 1990

Torpedoschnellboot "Forelle" (Projekt 57)

1952 erhielt die Forschungsstelle der Elbewerft Roßlau, den Auftrag zur Entwicklung eines TS von ca. 60 t Verdrängung. Dieses Projekt war mit der Entwicklung eines Nachbaumotors des Kriegsmarine-Diesels MB 511 verknüpft. Dieser Motor sollte die Bezeichnung 20 KVD 25 erhalten und vom VEB Industriewerke Ludwigsfelde gebaut werden.  Es gelang nicht, die Boote vom Typ "Forelle" mit diesem und auch nicht mit den aus der SU gelieferten Dieselmotoren der Reihe M 50 F-3 einsatzfähig zu machen. Das Null-Boot "Forelle" wurde abgebrochen. Die Boote Forelle 1 und 2 kamen noch zeitweilig ohne Torpedorohre bei der Grenzbrigade-Küste als "G-01" und "G-02" zum Einsatz.

TS vom Typ "Forelle" - Bild aus Mehl/Schäfer: Die andere deutsche Marine

Technische Daten

Werften Roßlauer Schiffswerft
Gebaute Einheiten 3
von /bis 1960 - 1964
In Dienst von/bis 2 Boote bei der Grenzbrigade-Küste (G-01 und G-02)
Verdrängung 65 t
Länge 27,73 m
Breite 7,16 m
Tiefgang 1,05 m
Antrieb 4 M 50 F-3 je 1200 PS
Wellen/Schrauben 2
Geschwindigkeit 38 kn
Besatzung 
Bewaffnung 2 Torpedorohre 53,3 cm (geplant)

2 x 25 mm Doppellafette 2-M-3, 1 x 12,7 mm Doppellafette Fla-MG

12 Wasserbomben

Besonderheiten:

Die 4 Dieselmotoren trieben über Verbundgetriebe 2 Wellen an.

TS vom Typ "Forelle"  (Foto: Archiv Hans Mehl)