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S-Boote in der Volksmarine 1956 - 1990

Leicht-Torpedoschnellboot "Wiesel" (Projekt 68.200)

Das Konstruktionsbüro des VEB Jachtwerft Berlin legte den Vorschlag für ein Holzboot (Mahagoni) von 19 t Verdrängung vor. Es konnte in 3 Varianten genutzt werden: Als Torpedo-Boot mit 3 Torpedorohren, als Minenleger und mit Alu-Sitzen zum Verbringen von 32 Kampfschwimmern oder Sturmtruppen. Das Projekt wurde zunächst als "Hydra" bekannt.

Bild aus Mehl/Schäfer: Die andere deutsche Marine

 

Technische Daten

Werften VEB Jachtwerft
Gebaute Einheiten  24 Serienbauten, 2 Versuchsboote, 
von /bis 1960 - 1968
In Dienst von/bis 1963 - 1975
Verdrängung 15,7 t
Länge 17,1 m
Breite 3,6 m
Tiefgang 0,9 m
Antrieb 2 x M 50 F-3 12-Zyl. Diesel je 1200 PS
Wellen/Schrauben 2 - 2
Geschwindigkeit 50 kn
Besatzung  3
Bewaffnung 3 Torpedorohre, 

3 Sitzreihen für Kampfschwimmer oder Sturmtruppen

Minen

LTS vom Typ "Wiesel" (Version Minen) in voller Fahrt (Foto: Archiv Dieter Flohr)

LTS-Boot vom Typ "Wiesel" (Version Torpedos) in voller Fahrt (Foto: Archiv Hans Mehl)

 

Besonderheit:

Die Torpedos wurden mit dem Kopf voraus nach achtern ausgestoßen, das Boot musste daher sofort nach dem Schuss abdrehen.

Die Baunummer 68.212 (PtNo 971) liegt im Militärhistorischen Museum Dresden.