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| Kriegsmarine - Kanal 1941 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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S-Boote in der Kriegsmarine 1935 - 1945 Die Kriegschauplätze der S-Boote
Englischer Kanal 1941 Zu Beginn des Jahres 1941 umfasste die Schnellbootwaffe die 1., 2. und 3. SFltl sowie die im Aufbau befindliche 4. SFltl: 1. SFltl
2. SFltl
3. SFltl
4. SFltl
Januar und Februar 1941 waren gekennzeichnet durch schwere Winterstürme, so dass die Boote nur zu sechs Einsätzen kamen. Am 07.01.1941 konnte "S 101" den britischen Frachtdampfer "H.H.Petersen" (975 BRT) versenken. Am 06.02.1941 versenkte "S 30" den britischen Frachtdampfer "Angularity" (501 BRT). Am 12.02.1941 versenkte "S 102" den britischen Frachtdampfer "Algarve" (1355 BRT) aus einem Konvoi heraus - es hatte die Versenkung von einem Frachter von 6000 BRT und eines Tankers von 4000 BRT gemeldet. "S 101" und"S 28" meldeten Fehlschüsse. Beim Einlaufen in Ijmuiden hatte "S 39" eine Grundberührung.
Nach Ende der Eisgefahr auf der Schelde verlegte die 3. SFltl von Ostende nach Rotterdam. Am 25.02.1941 lagen "S 30" und "S 33" von der 2. SFltl etwa 12 sm nördlich von Lowestoft gestoppt, als sie das Nordgeleit FN.417 entdeckten. Beide Boote schossen je zwei Torpedos, die aber ihre Ziele nicht fanden. "S 30" (Oblt.z.S. Feldt) lud nach und traf den Geleitzerstörer der Hunt-Klasse HMS "Exmoor" (907 t). Der Treffer rief eine gewaltige Explosion im Achterschiff hervor und die "Exmoor" sank sofort. 104 Besatzungsmitglieder, eingeschlossen der Kommandant Kaptlt. R.F. Lampard, fanden den Tod , mehr als 40 Überlebende wurden von der Sloop "Shearwater" und einem Trawler gerettet. Oblt.z.S. Feldt wurde mit dem Ritterkreuz ausgezeichet. Das Wrack der Exmoor liegt auf 33 m Wassertiefe auf Position 52o 30’ 16’’N 002o 05’E. Seit 2006 ist das Wrack geschützt durch das Protection of Military Remains Act of 1986 als “Protected Place”. Der Treffer auf der "Exmoor" veranlasste das Geleit den Kurs zu ändern, so dass weder die 2. noch die 3. SFltl zu weiteren Torpedoschüssen kam. Die 1. SFltl operierte weiter nördlich und "S 28" konnte den britischen Frachtdampfer "Minorca" (1123 BRT) durch Torpedoschuss versenken. Am 26.02.1941 trafen die Boote "S 36" und "S 55" bei der 2. SFltl ein, so dass sie nun über vier einsatzbereite Boote verfügte.
Eis im Hafen von Rotterdam - Bild: Archiv O. Erlandsson Die 3. SFltl erhielt durch "S 61" (Oblt.z.S. von Gernet) und "S 31" (Oblt.z.S. Meyer) Verstärkung. Das schlechte Wetter verhinderte jeden Schnellbootseinsatz vor dem 04.03.1941. Am Abend liefen die Boote "S 33", "S 36", "S 55" und "S 30" aus und gingen auf der Konvoi-Route auf Lauerstellung. die sieben von "S 30" und "S 55" auf britische Zerstörer geschossenen Torpedos gingen alle fehl. Auch die 1. SFltl war mit den Booten "S 26", "S 27", "S 28", "S 29", "S 39","S 101" und "S 102" in See ebenso wie die 3. SFltl mit den Booten "S 31", "S 54", "S 58", "S 59", "S 60" und "S 61". Erfolge konnten keine gemeldet werden. Am 07.03.1941 griffen alle drei Flottillen mit zusammen 16 Booten den Konvoi-Verkehr an der englischen Südostküste an. "S 101" versenkte aus dem Konvoi auf Nordkurs den britischen Frachtdampfer "Norman Queen" (957 BRT), "S 28" den Frachter "Corduff" (2345 BRT), "S 27" versenkte den Frachter "Rye" (1049 BRT) und "S 29" traf den Frachter "Dotterel" (1048 BRT), so dass er aufgesetzt werden musste aber nicht mehr zu bergen war. Die 3. SFltl glaubte in zwei Anläufen zwei Zerstörer versenkt zu haben, "S 31" versenkte aber den Frachtdampfer "Kenton" (1047 BRT) und "S 61" traf den Frachter "Boulderpool" (4805 BRT), der zwar noch auf Grund gesetzt werden aber nicht mehr geborgen werden konnte. "S 102" versenkte aus dem Gegenkonvoi FS.29 den Frachtdampfer "Togstone" (1547 BRT), den Töniges als 6000 Tonner gemeldet hatte. Die drei Flottillen glaubten, in dieser Nacht zwei Zerstörer und sechs Frachter mit zusammen 28.000 BRT versenkt zu haben, es waren sieben Frachter mit 13.134 BRT. Ein bis dahin unerreichter Erfolg. Am Nachmittag des 09.03.1941 ging die 2. SFltl mit den Booten "S 33", "S 41", "S 30" und "S 55" in See, um gegen einen Konvoi aus 15 Schiffen vorzugehen. "S 33" sichtete einen Schatten, den "S 41" anzugreifen versuchte aber im Feuer des Zerstörers abdrehen musste. Die Flottille konnte am Morgen des 10.03.1941 unbeschadet in Ostende festmachen. Auch die 1. SFltl mit "S 26", "S 27", "S 28", "S 29", "S 39", "S 101" und "S 102" war in dieser Nacht in See, wobei "S 26" und "S 102" nach Fehlschüssen auf zwei Zerstörer von diesen gejagt wurden ohne Schäden zu nehmen. Am 11.03.1941 fuhr die 1. SFltl einen Einsatz gegen den Konvoi FS.32. "S 28" versenkte am das britische Motorschiff "Trevethoe" (5257 BRT). Die anderen Boote der Flottille hatten 8 Fehlschüsse abgegeben. Sie wurden von Zerstörern hartnäckig verfolgt und beschossen. Am selben Tag wurde Kptlt. Klug als 5. Offizier der S-Bootwaffe das Ritterkreuz verliehen. Am 14.03.1941 gingen alle drei Flottillen in See, die 1. und die 3. SFltl jeweils mit sechs, die 2. SFltl mit vier Booten. In der hellen Mondnacht wurde alle Angriffsversuche frühzeitig erkannt und den geschossenen Torpedos wurde ausgewichen Die Zerstörer "Versatile", "Vanessa" und "Holderness" beschossen die Boote und diese mussten ohne Erfolg wieder einlaufen. Eine Operation der 1. und 2. SFllt in der hellen Mondnacht zum 18.03.1941 verlief ähnlich. Flugzeuge des Gegners erschwerten das Herankommen an einen Konvoi. Weil "S 102" (Oblt.z.S. Töniges) voreilig angriff, dabei zwar den früheren fanzösischen Frachter "Daphne II" (1970 BRT) südwestlich von Cromer traf aber die gegnerische Abwahr alarmierte, schlug der geplante koordinierte Angriff der 1. SFltl fehl. Auch in den folgenden Nächten verhinderte schlechtes Wetter, heller Mondschein oder schlechte Sicht jeglichen Erfolg. Die Boote wurden mehrfach von Zerstörern beschossen oder aus der Luft angegriffen, ohne aber Verluste hinnehmen zu müssen. Ende März glaubte Kptlt. Kemnade, dass der Gegner über Radargeräte verfügte und die Boote daher keine Erfolge mehr hätten. Die erste Aprilhälfte brachte viel Nebel und den Booten eine Ruhepause. Minenunternehmungen der 1. und der 3. Sfltl mussten wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Am 17.04.1941 warf die 1. SFltl. mit "S 26", "S 27", "S 28", "S 29", "S 39", "S 40", "S 101" und "S 102" vor Cromer eine Minensperre und bezog anschließend Lauerstellung ohne auf Gegner zu treffen. Die 2. SFltl warf mit fünf Booten eine Minensperre bei Cross Sand Feuerschiff und stieß auf einen Konvoi, aus dem sie glaubte vier Frachter mit 13.000 BRT versenkt und einen weiteren Frachter getroffen zu haben. Versenkt wurden der britische Frachter "Effra" (1446 BRT) und der holländische Frachter "Nereus" (1298 BRT). Auf dem Frachter "Eskburn" starben durch Beschuss zwei Seeleute, der Frachter "Ethel Radcliffe" (5673 BRT) musste auf Grund gesetzt werden. Die Flottille wurde durch den Zerstörer "Wallace" gejagt und musste Flugzeugangriffe überstehen. Schäden an den Booten entstanden nicht. Die 3. SFltl warf |