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  S-Boote Kriegsmarine - Verbleib

 

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S-Boote in der Kriegsmarine 1935 - 1945

Verbleib der S-Boote

Verkäufe an Spanien

12 S-Boote

Boot   Datum   Verbleib
S 1 10.12.1936 "Badajoz"
S 2 10.12.1936 "Falange", verbrannt
S 3 10.12.1936 Totalschaden beim Löschen
S 4 10.12.1936 "Requete"
S 5 10.12.1936 "Oviedo"
S 6 10.12.1936 "Toledo"
S 73 16.08.1943 LT 21, 1956 a.D.
S 78 16.08.1943 LT 22, 1956 a.D.
S 124 28.08.1943 LT 23, 1956 a.D.
S 125 28.08.1943 LT 24, 1956 a.D.
S 126 28.08.1943 LT 25, 1956 a.D.
S 134 28.08.1943 LT 26, 1957 a.D.

 

Kriegsbeute Sowjetunion (1945)

30 S-Boote

Boot Verbleib
S 11 TK 1002
S 16 TK 1003
 S 24 TK 1004
S 50 TK 1005
S 65 TK 1006
S 81 unsicher
S 82 TK 1008
S 86 TK 1009
S 99 TK 1010
S 101 TK 1011
S 109 TK 1012
S 110 TK 1013
S 113 TK 1014
S 118 TK 1015
S 123 TK 1016
S 132 TK 1017
S 135 TK 1018
S 170 TK 1007
S 175 TK 1019
S 204 TK 1020
S 209 TK 1021
S 211 TK 1022
S 214 TK 1023
S 219 TK 1024
S 222 TK 1025
S 227 TK 1026
S 704 TK 1037
S 707 TK 1027
S 708 TK 1029
S 709 TK 1030
alle oben angeführten Boote wurden bis 1957 außer Dienst gestellt
KM 1, 2, 3, 4, 5, 8, 10, 11, 12, 19, 29, LS 12, TS 6 = Verbleib unsicher

Russland erhielt von Italien das als S 630 der Kriegsmarine gefahrene MS 75 als Beute. 

 

Kriegsbeute England (1945)

32 S-Boote

Boot Verbleib
S 7 1946 in der Nordsee gesunken
S 8 verkauft zum Abbruch
S 13 verkauft zum Abbruch
S 19 als Zielschiff der Royal Navy aufgebraucht
S 20 verkauft zum Abbruch
S 25 verkauft zum Abbruch
S 62 verkauft zum Abbruch
S 67 verkauft als "Torüs", dann ital. Marine als MV 621, MS 485, MC 485, 1966 außer Dienst 
S 69 verkauft zum Abbruch
S 83 1946 zur GM/SA in Cuxhaven
S 89 1946 an der Nordküste von Cornwall Cornwall gestrandet und zerstört
Die Geschichte des Havaristen 

S 92 verkauft zum Abbruch
S 95 verkauft zum Abbruch
S 105 verkauft zum Abbruch
S 115 1946 an Dänemark als Ersatzteillager
S 120 verkauft zum Abbruch
S 130 FPB 5130 bei RN, BBFPS, 1957 an MUWS als "UW 10", "W 49", Versuchsboot EF 3, Auflieger in WHV, verkauft British Military Powerboat Trust, Southampton, heute: Wheatcroft Collection, England. Film: S 130 - The last Survivor
S 168  verkauft zum Abbruch
S 196 1946 an Norwegen als Ersatzteillager, 1962 abgewrackt
S 205 verkauft zum Abbruch
S 207  1948 an Dänemark als "T 61", später " Skaden" - P 561, 1960 abgebrochen
S 208  FPB 5208 bei RN, BBFPS, 1957 an MUWS als "UW 11", "W 50", 1964 a.D., bis 1967 Zielschiff
S 212  MTB 5212, später FPB 5212 bei RN, 1957 abgebrochen
S 213 verkauft zum Abbruch 
S 217 verkauft zum Abbruch
S 221 verkauft zum Abbruch
S 228 1946 ausgesschlachtet, abgebrochen
S 304 verkauft zum Abbruch
S 307 verkauft zum Abbruch
S 705 verkauft zum Abbruch
VS 6 abgebrochen

"S 204" (Kriegsbeute UdSSR) und "S 205" liefen am 13.05.1945 (5 Tage nach der Kapitulation) von Rotterdam kommend in Felexstowe mit KAdm Breuning, Korv.Kpt Fimmen und Kaptlt. Rebensburg an ein. Diese Begebenheit wird in englischen Publikationen oft als Übergabe der Boote bezeichnet, allerdings fand die Übergabe der Boote bereits am 08.05.1945 in Rotterdam statt.

   

S 204 beim Einlaufen Felixstowe 13.05.1945 - Foto: Archiv Roderick Timms
S 204 "Auf Einlaufstationen" am 13.05.1945 - Foto: Archiv Roderick Timms
S 205 unter dem White Ensign - Foto: Archiv Roderick Timms   S 204 und S 205 im Hafen von Felixstowe - Foto: Archiv Roderick Timms
Diese zwei Boote haben sich den Briten in Rotterdam ergeben (Boot an der Pier von der 9. SFltlt das andere Boot von der 6. SFltl) - Foto: Schenk
Ex-S 212 unter britischer Flagge als P 5212 - Foto: Schenk 

Kriegsbeute USA (1945)

32 S-Boote

Boot Verbleib
S 9 1946 in der Nordsee gesunken
S 10 1947 an Norwegenals Ersatzteillager, 1950 abgebrochen
S 12 1946 in der Nordsee gesunken
S 15 1947 an Dänemark als Ersatzteillager, 1951 abgebrochen
S 21 1947 an Norwegen als Ersatzteillager, 1950 abgebrochen
S 48 1947 an Norwegen als Ersatzteillager, 1954 abgebrochen
S 64 1947 an Norwegen als "Lyn", 1951 an Dänemark als "Stormfuglen" - P 562 bis 1962, 1965 abgebrochen
S 68 1947 an Dänemark als T 62, ab 1951 "Viben" - P 568 bis 1965, 1966 abgebrochen
S 76 1947 an Norwegen als Ersatzteillager, 1950 ausgeschlachtet
S 79 1947 an Dänemark als T 58, ab 1951 "Musvaagen" - P 558 bis 1954, 1955 abgebrochen
S 85 1947 an Norwegen als "Storm", 1951 an Dänemark als "Tranen" - P 564, 1963 vor Stavanger nach Kollision gesunken, gehoben und vermutlich abgebrochen
S 97 1947 ab Dänemark als T 60, ab 1951 "Ravnen" - P 560 bis 1962, 1963 verkauft an Windway Marine Service, Cardiff, 2004 abgebrochen vergl. BMPT)
 S 98 1945 an Norwegen als "Kvikk", im Winter 1945/46 in Horten losgerissen und auf Østøya gestrandet und zerstört, 1950 aus der Liste der norwegischen Marine gestrichen.
Wrackuntersuchung

S 107 1947 an Dänemark als T 52, ab 1951 "Gribben" - P 560 bis 1959, 1960 verkauft zum Abbruch 
S 117 1947 an Norwegen als "Tross", 1951 an Dänemark als "Hejren" - P 566 bis 1956, 1965 abgebrochen
S 122 1947 an Dänemark, angeblich zugedachte Bezeichnung T 64, aber nur als Ersatzteillager genutzt, 1952 abgebrochen
S 127 1947 ab Dänemark als T 56, ab 1951 "Isfuglen" - P 556 bis 1954, 1955 abgebrochen
S 133 1947 an Dänemark als T 54, ab 1951 "Hærfuglen" - P 554 bis 1954, 1955 abgebrochen
S 174 1947 an Norwegen als "Rap", 1950 abgebrochen
S 195 1947 an Norwegen als E 3, ab 1948 "Kjekk", 1951 an Dänemark als "Lommen" - P 567 bis 1961, 1965 verkauft an Baron v. Waynaghy, Auflieger, 1972 abgewrackt
S 197  1947 an Dänemark als T 59, nach Ramming mit britischem MTB 5518 am 26.02.1951 in der Nordsee gesunken. Nach der Bergung repariert und mit ausladendem Bug versehen, ab 1951 "Raagen" - P 559 bis 1957, verkauft an Reederei Sundfarten. Der abgetakelte Bootsrumpf wurde1959 in Humlebæk/Øresund mit Sand aufgefüllt und sollte als Wellenbrecher eingesetzt werden. Das Boot sank jedoch und die Reste sind noch heute im tieferen Wasser vor dem Hafen zu finden.
Untergang T 59 am 26.02.1951

S 206 1947 an Dänemark als T 55, ab 1951 "Høgen" - P 555, 1957 nach Kollision im Großen Belt gesunken, gehoben und zum Abbruch verkauft.
S 210 1945 an Norwegen als "Snaar", im Winter 1945/46 in Horten losgerissen und auf Østøya gestrandet und zerstört, 1950 aus der Liste der norwegischen Marine gestrichen.
Wrackuntersuchung

S 216 1947 an Dänemark als T 53, ab 1951 "Havørnen" - P 553. Strandete im Dezember 1953 bei Great Yarmouth, geborgen und in Kopenhagen repariert. 1957 verkauft an Reederei Sundfarten, 1958 abgebrochen.
Strandung am 03.12.1953

S 218 Als Testfahrzeug nach USA verbracht
Beitrag Chip Marshall

S 225 Als Testfahrzeug nach USA verbracht
Beitrag Chip Marshall

S 302 1947 an Norwegen als E 3, 1946 "Blink", 1951 an Dänemark als "Falken" - P 565 bis 1961, 1965 verkauft an Privat, Auflieger in Kiel, 1972 abgebrochen
S 303 1947 an Norwegen als E 2, 1946 "Brand", 1951 an Dänemark als "Taarnfalken" - P 563 bis 1957, verkauft an Reederei Sundfarten, 1958 abgebrochen
S 305 1947 an Dänemark als T 57, ab 1951 "Jagtfalken" - P 557 bis 1962, 1962 verkauft an das Ing.Büro Minerva, 1968 lag der abgetakelte Rumpf in Hundested, vermutlich abgebrochen
S 306 1947 an Dänemark als T 51, ab 1951 "Glenten" - P 551 bis 1961, 1961 abgebrochen
S 701 1951 an Privat verkauft, "Mijn Vrijbuiter"
S 706 Als Testfahrzeug nach USA verbracht
Beitrag Chip Marshall

Die an Dänemark und Norwegen über die OMGUS verkauften Boote fuhren zum Teil bis 1965 in der Königlich Dänischen Marine zunächst (1947 bis 1951) als T-Boote ab 1951 als Glenten-Klasse.

Ehemals deutsche S-Boote nach Ankunft in Kopenhagen - Foto: Aus R. Steensen "Vore Torpedobaade i 75 aar"

T 53 (ex S 117), ab 1951 "Hejren" - P 556 - Foto: L. Alring, Kongelig Dansk Marine

T 52 (ex S 107), ab 1951 "Gribben" - P 552 - Foto: Aus R. Steensen "Vore Torpedobaade i 75 aar"
"Glenten" - P 551 (ex S 306) - Foto: Flemming Barsdorf (Arkiv Orlogsmuseum Kopenhagen)
"Havørnen" - P 553 (ex S 216, ex T 53) - Foto: N.C. Pihl (Forsvarsmuseet Rønne)
"Høgen" - P 555 (ex S 206, ex T 55) - Foto: Wright and Logan
"Isfuglen" - P 556 (ex S 127, ex T 56) - Foto: Søren Laub (Arkiv Orlogsmuseum Kopenhagen)
"Skaden" - P 561 (ex S 207, ex T 61) - Foto: Arkiv Orlogsmuseum Kopenhagen)
"Stormfuglen" - P 562 (ex S 64, ex "Lyn") - Foto: Arkiv Orlogmuseum Kopenhagen
"Hejren" - P 566 (ex S 117, ex Tross) Foto: Archiv Förderverein Museums-Schnellboot
"Lommen" - P 567 (ex S 195, ex Kjekk) - Foto: Arkiv Orlogsmuseum Kopenhagen
"S 706" im Washington Navy Yard, Washington, DC - Foto: US National Archives, College Park, Maryland, USA
"S 225" im Brookly Navy Yard, New York/USA - Foto: National Archives, College Park, Maryland USA
"S 216" mit USN-Besatzung auf dem Rhein - Foto: US National Archives, College Park, Maryland, USA
"UW 10" (ex S 130) und "UW 11" (ex S 208) im MStp Flensburg-Mürwik - Foto: Unbekannt
"W 49" (ex UW 10, ex S 130) bei der MUWS, später umgebaut als EF 3 (Y 840), heute bei der Wheatcroft Collection, UK - Foto: Unbekannt
"W 50" (ex S 208, ex UW 11) bei der MUWS, später als Zielboot verbraucht - Foto: Unbekannt

Ablieferung von Pola nach Ancona am 03.05.1945

S 30, S 36, S 61, S 151, S 155, S 156 Verbleib unsicher, wahrscheinlich abgebrochen.

S 30, S 36, S 61, S 151, S 152, S 155, S 156 in Ancona - Bild aus : Dallies Labourdette "Deutsche Schnellboote"

 

Havaristen S 116 und S 304

"S 116" von der 3. S-Schul-Fltl havarierte Anfang Januar in der Elbmündung und lag bei Kriegsende in Brunsbüttel. Es wurde von der US Army mit einem Handelsdampfer nach USA gebracht, dort durch die USN getestet, an privat verkauft und in Miami, Florida, USA, für die Intelligence Community für den Einsatz in Europa umgebaut und nach Bremerhaven verschifft. Es sollte durch die LSU/B ähnlich wie die Boote der Gruppe Klose eingesetzt werden. Dazu kam es aber nicht. Das Boot lag dann bei der Lürssen-Werft auf bis es am 13.06.1957 als ausgeschlachtete Hulk für die Lehrgruppe Schiffssicherung in Neustadt/Holst. als Übungshullk für Brand- und Leckabwehr übernommen wurde. Am 15.05.1965 verbrannte das Boot.

Die bei Übernahme noch vorhandenen zwei Motoren vom Typ MB 501 wurden an das Deutsche Museum, München, gegeben.

"S 304" lief am 08.05.1945 vor der Einfahrt von Ijmuiden auf ein Wrack. Das Boot riss sich das achtere Unterwasserschiff auf, Schrauben und Ruderanlage wurden unbrauchbar. Es wurde zunächst nach Den Helder geschleppt, ehe es am 30.06.1945 nach Wilhelmshaven verholt wurde, wo es als britische Beute 1946 ausgeschlachtet und abgebrochen wurde.

Unklares S 112

"S 112" hatte von St. Peter Port/Guernsey aus an dem Handstreich des VAdm Hüffmeier auf Granville am 07.02.1945 teilgenommen und war nach Abbruch der Aktion wieder in St. Peter Port eingelaufen. Mit nur einer fahrbereiten Maschine verlegte es nach St. Lorient. Der Kommandant (Lt.z.S. Nikkelowski) verunglückte im April tödlich. Das marode Boot blieb in St. Lorient liegen und wurde von der französischen Marine am 27.06.1951 zum Abwracken verkauft.

Schnelle Ujagd-Gruppe in Norwegen

Bei Kriegsende lagen in Bergen/Norwegen die alten Boote "S 10", "S 11", "S 13", "S 15" und "S 16" als "Schnelle-Ujagd-Gruppe". Sie waren im Küstenschutz eingesetzt worden. Mit einem versehentlichen Torpedoschuss von "S 13" wurde am 29.03.19454 im Hafen von Bergen der nach einer Strandung aufgelegte kleine norwegische Pasagierdampfer "Kommandøren" (543 BRT, Baujahr 1891) versenkt.

Während die anderen Boote an die Alliierten ausgeliefert wurden, blieb "S 10" in Norwegen zurück und wurde 1950 abgewrackt.

Wrack "S 144"

Im Februar 1945 wurde durch Taucher der USN bei der Untersuchung von Wracks und Wrackteilen, die das Heben eines beim Bombenangriff auf Le Havre am 14.06.1944 gesunkenes Dock im Hafenbecken Maree behindern könnten, ein S-Boot entdeckt, das am nördlichen Ende des Docks zwischen Dock und Betonpier eingeklemmt war. Das Boot wurde geborgen und mit Teilen von anderen Wracks im Hafen vervollständigt und notdürftig seeklar gemacht. Es wurde im Schlepp nach Plymouth zur Small Boat Repair Base gebracht, um von dort nach USA gebracht zu werden. Es wurde angenommen, dass es sich um "S 169" handelte. Das Boot war das einzige seiner Art, das den Alliierten in die Hände vor Ende des Krieges in die Hände fiel. Es wurde durch die USN vermessen und dokumentiert und nachdem bei Ende des Krieges genügend fahrbereite Boote in den Besitz der USN kamen, wurde durch den Chief of Naval Operations am 26.12.1945 die Genehmigung zum Abbruch des Bootes erteilt. Im Mai 1946 wurde der Abbruch als erfolgt gemeldet.

Foto vom gehobenen "S 144" mit Wappen 9. SFltl in Le Havre - Foto: US National Archives, College Park, Maryland, USA

Auf Grund des Wappens auf dem obigen Bild konnte das Boot im Juni 2010 durch den Förderverein Museums-Schnellboot als "S 144" identifiziert werden. 

 

Verbleib von Beutebooten

Der Verbleib der französichen Beuteboote SA 1 - SA 7 nach 1943 ist unsicher. Es ist anzunehmen, dass sie in den Kriegshandlungen an der Kanalküste zerstört wurden oder gesunken sind.

Der Verbleib von etlichen italienischen Beutebooten ist ungeklärt. Viele Boote wurden als Ersatzteillager benutzt und abgebrochen. Von den für die Kriegsmarine in Dienst gestellten Boote haben die folgenden Boote ein unklares Schicksal:

Boot Verbleib
S 501 ex MAS 566, 10.10.43 an rumänische Marine
S 502 ex MAS 567, 20.08.43 an rumänische Marine
S 503 ex MAS 568, 20.08.43 an rumänische Marine
S 504 ex MAS 569, 20.08.43 an rumänische Marine
S 505 ex MAS 570, 1943 gesunken im Schwarzen Meer
S 506 ex MAS 574, 10.10.43 an rumänische Marine
S 507 ex MAS 575, gesunken 27.05.43 in Feodosia nach Kollision mit Wrack
S 508 ex MAS 525, Materialreserve, Selbstversenkung 24.04.45 in Genua, gehoben 1946, repariert, ab 01.04.51 MEB 9
S 509 ex MAS 549, gesunken 22.05.44 durch Bombentreffer in La Spezia
S 510 ex MAS 551, Selbstversenkung 24.05.45 in Imperia
S 511 ex MAS 522, gesunken 04.12.43 durch Bombentreffer vor Makronisos
S 512 ex MAS 553, ab 25.01.45 Materialreserve, ??
S 513 ex MAS 554, evtl. SA 20 bei 10. Lehr-Flottille, ??
S 601 ex MS 42, ex Velebit, 10.44 gesunken durchBombentreffer in Saloniki
S 602 ex MS 43, ex Dinara, 10.44 gesunken durch Bombentreffer in Saloniki
S 603 ex MS 44, ex Triglav, 10.44 Selbstversenkung in Saloniki
S 604 ex MS 46, ex Rudnik, 10.44 Selbstversenkung in Saloniki
S 605 ex MS 41, ex Orjen, 28.09.44 gesunken vor Montonemündung im Sturm
S 621 14.01.45 noch einsatzbereit in Pola ??
S 622 14.05.44 gesunken nach Fliegerbombe in Monfalcone
S 623 14.05.44 gesunken nach Fliegerbombe in Monfalcone
S 624 14.05.44 gesunken nach Fliegerbombe in Monfalcone
S 625  14.05.44 gesunken nach Fliegerbombe in Monfalcone
S 626 14.01.45 noch einsatzbereit in Pola ??
S 627 14.01.45 in der Werft in Monfalcone ??
S 628 14.01.45 noch einsatzbereit in Pola ??
S 629 ex MS 76, 04.1945 Selbstversenkung in der Adria
S 630 ex MS 75, 1945 Rückgabe an Italien, 06.07.1949 Abgabe an Russland

Nach dem 09.09.1943 gerieten auch die folgenden Boote in deutschen Besitz, ihre Indienststellung und ihr Einsatz für die Kriegsmarine ist aber nicht nachweisbar:

MAS 423, MAS 430, MAS 431, MAS 437, MAS 518, MAS 424, MAS 542, MAS 550, MS 32.

Nach dem 09.09.1943 gerieten die folgenden Boote in deutschen Besitz und wurden an  die Republica Sociale Italiana, 10. MAS-Flottille, Fürst Borghese, übergeben:

MAS 502, MAS 504, MAS 505, MAS 531, MAS 544, MAS 556, MAS 557, MAS 558, MAS 561, MAS 562, MS 16 (SA 1), MS 34 (SA 2).

 

Griechische Beuteboote

Beim Einmarsch in Griechenland im April 1941 fielen der Kriegsmarine die S-Boote T 1 und T 2 in die Hände. Es waren  Thornycroft-55'-CMB (Coastal Motor Boat) mit zwei Thornycroft 12 Zylinder Otto-Motoren je 375 PSe und Spiralpropellern. Bewaffnet waren sie mit 2 Heck-Torpedorohren. Die Boote wurden mit der Bezeichnung SG 1 und SG 2 (SG = Schnellboot Griechenland) in Dienst gestellt und mit einem MG und 10 Wasserbomben bewaffnet. Ab 1943 fuhren die die Boote als GA 08 und GA 09 in der Küstenschutzflottille Piräus. Beide wurden am 11.01.1944 in Piräus durch Fliegerbomben versenkt.

 

Englische Beuteboote 

Es wurden insgesamt sieben britische Motor Torpedo Boats bzw. Motor Gun Boats erobert bzw. eingebracht.

Davon wurden die folgenden drei Boote von der Kriegsmarine in Dienst gestellt:

MTB 631 vom Typ Fairmile D (Admiralitätsentwurf) war eine Leihgabe an die norwegische Marine. Es war am 14.03.1943 vor Florø gestrandet und aufgegeben. Am 18.03.1943 wurde es nach Bergen eingeschleppt und als S 631 wieder in Fahrt gebracht. Es wurde dem Admiral norwegische Westküste unterstellt. Der Verbleib ist ungeklärt.

MTB vom Typ Fairmile D - Foto: Imperial War Museum

MGB 666 ebenfalls vom Typ Fairmile D wurde am 05.07.1944 vor Ijmuiden erbeutet. Am 08.07.1944 wurde es durch eine Treibstoffexplosion vernichtet.

MTB 345 (Thornycroft Versuchsboot) wurde seit März 1943 für Operationen gegen die norwegische Küste von Shetland unter norwegischer Führung eingesetzt. Am 27.07.1943 nach einem Gefecht mit Vorpostenboot "V 5301 Seeteufel" wurde es in Ospa in Solund erobert. Die Besatzung (vier Norweger und ein Brite) wurde von der Gestapo erschossen. Das Boot kam im Juli 1943 als SA 7 wieder in Fahrt und geriet im August 1943 vor den Shetland Inseln in Brand und sank.

Die folgenden drei Boote waren so stark beschädigt, dass sie nicht durch die Kriegsmarine in Dienst gestellt wurden. Ihr Verbleib ist nicht geklärt:

MTB 5 (BPB 60' - 25 t) wurde am 29.09.1940 im Sturm leckgeschlagen und von der norwegischen Besatzung im Kanal aufgegeben. Es strandete in der Seinebucht. 

MTB 17 (BPB 60' - 22 t) wurde am 21.10.1940 vor Ostende von der deutschen Marineartillerie zum Wrack geschossen und am 22.10.1940 eingebracht.

MTB 335 (Typ Fairmile C) wurde in der Nacht vom 10./11.09.1942 in der Nordsee von der 2. SFltl in Brand geschossen und am 11.09.1942 nach Den Helder eingebracht.

MTB 314 (ex USS PT 56 = Typ ELCO 77'), welches im Februar 1942 von der USN an die RN übergeben worden war, wurde am 14.09.1942 vor Tobruk schwer beschädigt durch die Kriegsmarine erbeutet. Es wurde repariert und als schnelles Minenräumboot RA 10 in Dienst gestellt. Es wurde durch einen alliierten Luftangriff im April 1943 versenkt.

Elco 77' PT-Boat der USN - Bild aus Gorson L. Rottman: US Patrol Torpedo Boats

 

 

S-Boots-Typen

Abmessungen, Antrieb, Waffen, 

Organisation der S-Boot-Waffe Bilder
Kriegsschauplätze Ritterkreuzträger der S-Bootwaffe S-Boots-Verluste Verbleib der S-Boote